2. Entwurf

“Ich bin stolz darauf, schwul zu sein.”

-Tim Cook, Apple - Chef

 

Diese Aussage sorgte in der Medienwelt für eine Sensation. Der Chef eines der größten Konzerne ist schwul. Ist das eine Ausnahme oder sitzen in der heutzutage doch mehr homosexuelle Menschen im Chefsessel als gedacht?

Laut einem Artikel auf www.manager-magazin.de sind “zwar geschätzte 15 Prozent der Mitarbeiter homosexuell [...] aber so gut wie keine Chefs.” Es gibt möglicherweise mehrere Gründe dafür, dass sich führende Kräfte von großen Unternehmen selten öffentlich zu ihrer Homosexualität bekennen. Nach wie vor ist die Wirtschaft, insbesondere die höchsten Führungsetagen von Männern und ihren tradierten Familien- und Rollenbildern dominiert. Dies ist erkennbar an den Diskussionen um die Einführung der Frauenquote bei börsennotierten Unternehmen. Von Führungskräften wird verlangt, sich voll und ganz dem Unternehmen zu widmen. Wer hier nicht dem traditionellen Familienbild entspricht, läuft Gefahr sich dem Verdacht auszusetzen die in ihnen gesetzten Erwartungen nicht zu erfüllen, weil diese sich eventuell auch für andere Dinge, außerhalb der Unternehmens interessieren. Klischees und Vorurteile machen auch vor Führungsetagen nicht halt. Auch heute noch wird von einem Chef erwartet, dass er das alt bekannte Familienbild mit einem Haus, einer Frau und zwei Kindern erfüllt. Nicht-heterosexuelle Führungspersonen fürchten sich oft vor einem Outing, da sie Angst haben an Ansehen und Vertrauen zu verlieren. Einige bauen sogar eine wahre Fantasiewelt auf um den Schein des traditionellen Chefs zu wahren. In seltenen Fällen werden auch Scheinehen eingegangen, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen.

Die Arbeitnehmer stehen im Gegensatz zur Führungsetage häufiger zu ihrer sexuellen Orientierung. Sie brauchen aber auch keine Angst zu haben dem Unternehmen durch ein Outing zu schädigen, da sie nicht so im Fokus stehen. Allerdings könnte ein Outing beim Bewerbungsgespräch auch negativ sein. 2011 schickte ein amerikanischer Soziologe rund 1800 Bewerbungen los - und zwar jeweils doppelt. Eine benannte das Engagement in einer Organisation für homosexuelle Studenten, die andere, ansonsten identische Bewerbung, tat das nicht. Die schwulen Bewerber bekamen 40 Prozent weniger Einladungen zum Vorstellungsgespräch. Dabei haben längst 90 Prozent aller Großbetriebe offizielle Anti-Diskriminierungs-Regeln. (www.manager-magazin.de)

Doch heute wird viel für die nicht-heterosexuellen Arbeiter getan. Inzwischen gibt es in vielen Gewerkschaften lesbisch-schwule Abteilungen, die sich gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz einsetzen. In Berlin findet eine lesbisch-schwule Karrieremesse “Stick & Stones” statt, bei der sich ausgesuchte “schwulenfreundliche” Unternehmen vorstellen, so zum Beispiel Facebook, Google, Commerzbank, Telekom oder die Deutsche Post.

 


Wir möchten uns bei folgenden Personen bedanken, die diesen Text entwickelt, weiterentwickelt und korrigiert haben:

Maria Sievers (qu. Factory - Katte e. V.)
Jirka Witschak (LKS qu. Brandenburg)

 

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