Das Thema Transgeschlechtlichkeit hat in den vergangenen Jahren vermehrt mediale und damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Zudem sehen sich unterschiedliche Berufsgruppen verstärkt mit Menschen konfrontiert, deren bei der Geburt zugeordnetes Geschlecht von ihrer Geschlechtswahrnehmung abweicht. Zu diesen Gruppen gehören auch alle Angehörigen, die mit jungen Menschen arbeiten. Viele von ihnen haben weder in Studium noch Ausbildung von dem Thema gehört und fühlen sich unsicher, im beruflichen Rahmen professionell zu handeln. Entsprechenden Handlungsbedarf wurde auch für das Bundesland Brandenburg erkannt, sodass im Rahmen des Aktionsplanes Queeres Brandenburg erste Bedarfe seitens der jungen Menschen und ihrer Familien erfasst und Projekte umgesetzt wurden, wie unter anderem der Eltern-Stammtisch, Familientreffen und auch der Fachtag Transgeschlechtlichkeit. Großer Handlungsbedarf besteht jedoch weiterhin bei pädagogischen Fachkräften, die in verschiedenen Institutionen mit jungen Menschen zu tun haben.

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Mein Sohn Helen

Der Film von Gregor Schnitzler erzählt die Geschichte des Vaters Tobias (gespielt von Heino Ferch) und seines Kindes (Jannik Schümann). Nach einem einjährigen Aufenthalt in den USA kommt der 16-jährige Finn als Helen zurück und eröffnet seinem Vater, schon immer eine Frau im falschen Körper gewesen zu sein. Selbstbewusst startet Helen in ihr neues Leben. In ihrem Freundeskreis, in der Schule und der Familie erlebt sie Ablehnung, Erstaunen und vieles mehr. Der Fokus des Films liegt jedoch auf der Vater-Kind-Beziehung. Der authentisch von Heino Ferch verkörperte, leicht machohafte und doch herzliche Vater, wird durch die neue Situation ebenso hart geprüft.

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mädchenseele

Für die siebenjährige Nori ist es ganz klar: Sie ist ein Mädchen, weil sie eine Mädchenseele hat. Doch ihr Körper gilt als der eines Jungen. Der dokumentarische Kurzfilm „Mädchenseele“ (37 min) porträtiert Nori in ihrem Alltag und schildert gleichzeitig den Konflikt ihrer Mutter, der Tochter ein glückliches Leben außerhalb gesellschaftlicher Normvorstellungen zu ermöglichen. Im Film rekapituliert Noris Mutter die letzten Jahre, schildert ihre Emotionen und ihren alltäglichen Kampf, den sie für ihre Tochter kämpft, damit deren Mädchen-seele nicht zerbricht. Im Anschluss sprechen wir mit der Regisseurin Anne Scheschonk und mit Karoline Haufe vom Trans-Kinder-Netz e.V. über den gesellschaftlichen Umgang mit Trans* Personen in der Region und über Herausforderungen und Entscheidungen, vor denen Nori und ihre Mutter im konkreten Fall standen.

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